Kapitel 1
Der Mondwald
Romy entdeckt hinter dem Haus einen Pfad, der nur bei Mondschein zu sehen ist. Am Ende wartet dort jemand auf sie.
Es war einmal ein kleines Haus am Rand eines großen Waldes. Dort wohnte Romy mit ihrer Familie und einer sehr alten, sehr gemütlichen Katze.
Jeden Abend, wenn die Sonne hinter den Hügeln verschwand, saß Romy am Fenster und schaute zu den dunklen Bäumen hinüber.
An einem Abend aber war etwas anders. Zwischen den Bäumen glitzerte ein schmaler Pfad aus silbernem Licht, den sie noch nie gesehen hatte.
„Das muss der Weg in den Mondwald sein“, flüsterte Romy. Sie zog ihre warmen Stiefel an, nahm die kleine Laterne vom Haken und schlich leise zur Tür hinaus.
Im Wald war es still, und doch war es nicht dunkel. Winzige Lichter schwebten zwischen den Zweigen und tanzten, als würden sie ein Lied hören, das nur sie kannten.
Am Ende des Pfades saß jemand und wartete. Zwei grüne Augen leuchteten Romy an.
„Da bist du ja endlich“, sagte eine freundliche Stimme. „Wir haben schon auf dich gewartet.“
Fortsetzung folgt …